Therapie

Aufsuchende systemische Familientherapie versteht sich als eine ambulante Hilfe, welche über den Handlungsrahmen einer Sozialpädagogischen Familienhilfe hinaus, auch den therapeutischen Bedarf innerhalb eines Familiensystems in der praktischen Arbeit aufgreift.

Ziel ist es, innerhalb der Familie, mithilfe von Methoden der systemischen Kurzzeittherapie, Ursachen für vorhandene Krisen und deren Symptome zu bearbeiten.

Basierend auf einer wertschätzenden Grundhaltung, werden auch die „guten Gründe“ einer Familie thematisiert, an ihrer gegenwärtigen Situation nichts (mehr) ändern zu können, oder zu wollen.

Nachdem es hier gelungen ist, Ängste abzubauen, kann das vorhandene Familiensystem nun gemeinsam auf vorhandene Generationenübertragungen, Kommunikations- und Handlungsmuster hin analysiert und hinterfragt werden. Die Familien haben durch die aufsuchende Arbeit einen „Heimvorteil”, d.h. sie bewegen sich in einem sicheren und ihnen vertrauten Rahmen; dadurch gewinnen sie die Sicherheit und den Schutz, welcher Voraussetzungen für die Öffnung für Veränderungsprozesse ist.

Ziele

  • Stagnation und / oder Eskalation im Hilfeprozess überwinden
  • den Verhaltens- und Verarbeitungsmustern, die bisher den Konflikt oder die Störung aufrechterhalten haben, stehen nun Handlungsalternativen gegenüber
  • Beziehungsstörungen sind aufgelöst bzw. soweit bearbeitet, dass sie dass Familienleben nicht mehr dominieren.
  • Eigenverantwortung und Erziehungskompetenz sind gestärkt
  • Die Familie bewältigt ihre Probleme mit eigenen Ressourcen, oder sucht in Problem Situationen von sich aus Hilfe
  • Das Kindeswohl ist gesichert, Fremdunterbringung nicht erforderlich